Nachdem die stille und sinnliche Zeit begonnen hat, ist es wohl an der Zeit, die Stille in diesem Blog zu beenden. Es ist Zeit für Veränderung. Das Leasing für den Hyundai IONIQ 5 läuft im Dezember 2025 aus und in den vergangenen Monaten diesen (und letzten :D) Jahres habe ich mir bereits einige Gedanken zu einem Nachfolger gemacht bzw. auch diverse Probefahrten durchgeführt.

Der Hyundai IONIQ 5 “First Edition” – eine limitierte Auflage mit damals allen möglichen Paketen/Features inkl. Solardach in Österreich (ähnlich zum P45 in Deutschland) – war in den letzten vier Jahren ein sehr treuer Begleiter mit guter Technik und top Ladegeschwindigkeit für seine Zeit (Baujahr 2021), basierend auf der 800V E-GMP Plattform. Bestellt hatte ich das Auto ohne es je live gesehen oder probegefahren zu haben und hatte aufgrund der Optik und Technik vollstes Vertrauen, dass alles klappt.
Insgesamt sind auf dem Fahrzeug nun knapp 60000km Fahrleistung und abgesehen von den anfänglichen Kinderkrankheiten (Defekt Solardach und diverse bekannte Geräusche wie Rattern/Knattern beim Gurt und Heckklappe bzw. einmal eine leere 12V Batterie, da ich das Fahrzeug mit weniger als 20% SOC abgestellt hatte), gab es (für mich zumindest) keinerlei Probleme.

Hyundai stand auch wieder mit auf der Liste der zu vergleichenden Elektroautos, ist letztlich dann aber auch wegen des Preises der neuen 2025er Modelle ausgeschieden. Ich wollte jedenfalls wieder ein Fahrzeug in der gleichen Top-Ausstattung für mich finden mit gutem Platzangebot, performanter Ladegeschwindigkeit und Allrad (unter anderem auch wegen der Performance und Kärnten-Fahrten) bzw. der Möglichkeit einer Anhängerkupplung für die einfache Mitnahme von Fahrrädern und moderne Assistenzsysteme, idealerweise noch mit gutem Software-Stack inkl. regelmäßiger OTA-Updates.
Vielleicht nochmal an dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung über die für mich wichtigsten Eigenschaften des IONIQ 5 und etwaiger negativer Aspekte, bevor ich auf die möglichen Kandidaten für eine Nachfolge eingehe.
- Raumwunder
- Der IONIQ 5 bietet mit seiner Bauform einen ziemlich großen Kofferraum und viel Platzangebot im Innenraum – dies inbesondere auch durch eine manuell verstellbare bzw. vorne offene Mittelkonsole und sogar eine elektrisch verstellbare Rücksitzbank – also die Auswahl zwischen mehr Beinfreiheit für die Passagiere hinten, oder doch mehr Platz für das Gepäck im Kofferraum. Letzteres Feature haben wir doch häufiger für Urlaubsfahrten genutzt, um noch die letzten Zentimeter mit Taschen usw. ausnutzen zu können. Meine Allrad/AWD-Variante hatte auch noch einen kleinen Frunk, in welchem zumindest mein go-e Charger samt CEE-Adapterkabel und Hyundai Notladeziegel Platz gefunden haben. Die verstellbare Mittelkonsole ist aber mehr Gimmick für uns gewesen, als dass wir sie wirklich genutzt hätten. Vorne im Fußraum stand immer eine Aufbewahrungsbox mit diversem Zeug als “Raumteiler”.
- Beim Platzangebot kommt aber auch ein für mich größerer negativer Aspekt zu tragen: der 3 Meter Radstand. Einerseits top Platz innen, aber… wie oft habe ich mich geärgert über den extrem langen Wendekreis dieses Fahrzeugs. In unserer Mietgarage der Wohnhausanlage muss ich jedes Mal mindestens zwei bis drei Mal reversieren, um in meine Parklücke zu gelangen bzw. auszuparken. Selbst in Schrägparker-Lücken vorwärts einzuparken stellt meist ein Problem dar und man muss zumindest noch einmal zurück, bevor man halbwegs gerade darin Platz findet. Von irgendwo mal auf der Straße schnell umdrehen oder einen U-Turn an der Kreuzung machen rede ich gar nicht…da bin ich häufig lieber Umwege gefahren als dass ich hätte in die Kreuzung zurück reversieren müssen, weil dann doch plötzlich der Gehsteig/Rand der Fahrbahn schon im Weg ist…
- Der IONIQ 5 bietet mit seiner Bauform einen ziemlich großen Kofferraum und viel Platzangebot im Innenraum – dies inbesondere auch durch eine manuell verstellbare bzw. vorne offene Mittelkonsole und sogar eine elektrisch verstellbare Rücksitzbank – also die Auswahl zwischen mehr Beinfreiheit für die Passagiere hinten, oder doch mehr Platz für das Gepäck im Kofferraum. Letzteres Feature haben wir doch häufiger für Urlaubsfahrten genutzt, um noch die letzten Zentimeter mit Taschen usw. ausnutzen zu können. Meine Allrad/AWD-Variante hatte auch noch einen kleinen Frunk, in welchem zumindest mein go-e Charger samt CEE-Adapterkabel und Hyundai Notladeziegel Platz gefunden haben. Die verstellbare Mittelkonsole ist aber mehr Gimmick für uns gewesen, als dass wir sie wirklich genutzt hätten. Vorne im Fußraum stand immer eine Aufbewahrungsbox mit diversem Zeug als “Raumteiler”.

- Ladegeschwindigkeit
- Die 800V E-GMP Plattform verspricht das Nachladen von 10-80% in 18min – und das wird auch gehalten, sofern der Akku ausreichend vortemperiert ist. Es war ein Traum immer recht flott bei den längeren Strecken wieder weiterfahren zu können, meist war da sogar das Auto schneller als man selbst auf dem WC. Vorher fuhr ich ja den Hyundai Kona, da waren ~70 kW Ladeleistung das höchste der Gefühle. Mit der Ladegeschwindigkeit ~220-230 kW Peak ist Hyundai mit dem IONIQ 5 immer noch vorne dabei, auch im Jahr 2025 mit dem inzwischen von 72 kWh auf 84 kWh vergrößertem Akku.
- Hyundai hat leider für das Baujahr 2021 keine Software-Updates mehr geliefert, die ein manuelles Vorkonditionieren ermöglichen. Das automatisierte Aufwärmen des Akkus läuft somit nur über die Nutzung des Hyundai Navis bei Ansteuerung eines DC Chargers. Immerhin wurde dieses Features nachgeliefert, hatte er ja anfangs auch nicht. Dies stellte für mich schon einen gröberen Nachteil dar, da ich das Hyundai Navi nicht wirklich nutzen wollte, sondern lieber meine AAWireless Box mit Android Auto und Google Maps oder andere Alternativen (ja, Hyundai kann kein Wireless Apple Carplay/Android Auto im IONIQ 5, zumindest noch nicht im 2021 Modell).
- Die Plattform hat leider auch einen vermeintlichen Hardware-Designfehler im ICCU-Steuergerät (Steuerung für AC-Laden, Hochvolt zu 12V, V2L, etc.). Die ICCU kann unter bestimmten Umständen einfach so während der Fahrt ausfallen und das Fahrzeug kann anschließend im Worst Case nur mehr zum Beschweren des Asphalts verwendet werden. In manchen Fällen war zum Glück eine Weiterfahrt möglich. Zu Beginn hat Hyundai aus meiner Sicht sehr viel Vertrauen verspielt – zum Einen waren die ICCU Ersatzgeräte nicht lagernd, es wurde von vielen Problemen mit Leihwägen und extrem langen Reparaturzeiten im Goingelectric-Forum und weltweit in den Medien berichtet. Inzwischen gab es mehrere Software-Updates und je nach Land auch Rückrufe, aber gelöst ist das Problem bis dato nicht. Ein findiger und selbst von den Ausfällen betroffener Elektroingenieur aus Deutschland hat die ICCU analysiert und Statistiken geführt – und am 28. November 2025 ein Posting veröffentlicht hat, das vielleicht endlich eine potenzielle Lösung darstellen könnte (TL;DR offenbar stellt Luftfeuchte/Kondensation beim Design der ICCU ein Problem dar).
- Die 800V E-GMP Plattform verspricht das Nachladen von 10-80% in 18min – und das wird auch gehalten, sofern der Akku ausreichend vortemperiert ist. Es war ein Traum immer recht flott bei den längeren Strecken wieder weiterfahren zu können, meist war da sogar das Auto schneller als man selbst auf dem WC. Vorher fuhr ich ja den Hyundai Kona, da waren ~70 kW Ladeleistung das höchste der Gefühle. Mit der Ladegeschwindigkeit ~220-230 kW Peak ist Hyundai mit dem IONIQ 5 immer noch vorne dabei, auch im Jahr 2025 mit dem inzwischen von 72 kWh auf 84 kWh vergrößertem Akku.
- Assistenzsysteme / Technik
- Auch wenn ein Großteil diverser Sicherheitsassistenzsysteme bereits notwendig ist, um auch gut bei Euro NCAP bewertet zu werden, trennt sich hier die Spreu vom Weizen in der Implementierung und Qualität der Sensorik. So gut wie alle mir bekannten/verglichenen Fahrzeuge verfügen über alle wichtigen Features für eine sichere Fahrt, Parkassistenz usw, implementieren dies aber unterschiedlich, verzichten auf Radarsensoren oder werten z.B. nur Kameras rund um das Fahrzeug aus.
- Konkret beim IONIQ 5 (BJ 2021) bemängle ich das Spurhalte- bzw. folgesystem. Es kommt sich einerseits immer wieder selbst in die Quere und gibt dann auf, ohne jegliche Meldung (sonst piepst das Fahrzeug nervig für jede Kleinigkeit, hier aber nicht) und fährt nur schnurstracks weiter, potenziell auch in den Graben. Ich hatte auf der Autobahn immer wieder mal einige “Kurven”, in denen das Spurfolgesystem über die Linien raus gefahren ist (egal ob rechts oder links), nur damit dann das Spurhaltesystem meldet, dass man die Linie überfahren hat… äh ja genau, das warst du selbst… Andererseits hat auch das Spurhaltesystem bei geraden Strecken immer wieder mal ein Pendeln innerhalb der Spur erzeugt, sehr nervig. So ganz rausgefunden habe ich es nicht woran es liegt, vermutlich äußerliche Einflüsse bzgl. der Kamera.
- Außerdem ist die Verkehrszeichenerkennung beim IONIQ 5 aus meiner Sicht schlecht. Insbesondere im Raum Wien, z.B. Kaisermühlentunnel, wo 60er (für LKW) und 80er (PKW) gleichzeitig angeschrieben sind (Teils am Rand, teils über Kopf), wechselt das System ständig (60->80->60->80). Oder es werden manchmal aufgedruckte Verkehrszeichen an LKWs erkannt oder in Nebenfahrbahnen. Aber es ist immerhin ein Hilfsmittel für unbekannte Strecken. Selbst bei Google Maps hatte ich schon falsche Daten im Kartenmaterial hinterlegt und es wurden 100er Zonen angezeigt, obwohl eigentlich 50 wäre… Niemand ist hier perfekt, aber für eine Nutzung der automatischen Anpassung der Fahrgeschwindigkeit sind wir hier noch etwas entfernt.
- What’s HUD? Das Head-Up-Display, also eine Anzeige diverser Eckdaten, die während der Fahrt vorne auf die Windschutzscheibe ins Sichtfeld projiziert werden, nutzte ich relativ häufig und man gewöhnt sich auch recht schnell daran, z.B. nur hier die Fahrgeschwindigkeit abzulesen. Ein Must-have stellt es für mich jedoch insbesondere aus folgendem Grund aber nicht dar:
- Es hat nämlich den Nachteil im Sommer, dass man bei polarisierten Sonnenbrillen genau gar nichts sieht, außer man neigt eben den Kopf seitlich. Das neue Fahrzeug muss diese Technik somit nicht unbedingt haben, viel lieber ein Display/Dashboard vorne mit einem guten Überblick auch in sonnigen Zeiten.
- Matrix LED hatte der IONIQ 5 in 2021 noch nicht und somit vermisse ich dies hoffentlich / zum Glück nicht, wenn das neue Fahrzeug diese Ausstattung nicht hat. Die neueren IONIQ 5 verfügen jedoch bereits über Matrix LED, bei dem der Gegenverkehr automatisch ausgeblendet wird, auch wenn das Fernlicht aktiv ist.
- V2L – Vehicle 2 Load: Der IONIQ 5 hat einen V2L Typ2 auf Schuko Adapter mit dabei, um beliebige Verbraucher mit bis zu 3,6kW Leistung anzustecken. Zusätzlich ist unter der Rücksitzbank im Innenraum sogar eine normale Schuko-Steckdose. Ich habe diesen Adapter zwar nur selten verwendet (z.B. mal für einen Wasserkocher bzw. Staubsauger oder um ein Notebook aufzuladen, da die USB Stecker im alten IONIQ 5 nicht genügend Leistung haben), dennoch würde ich dieses Feature auch bevorzugt in einem alternativen Fahrzeug haben wollen. Für mich stellt es nämlich auch ein Sicherheitsfeature dar, um im Falle eines Stromausfalls genügend Energiereserven aus dem Akku ziehen oder doch mal beim Camping etwas nutzen zu können.
- Tasten Tasten Tasten! Der IONIQ 5 hat viele physische Tasten und Hebel und Wippen für die Rekuperation. Und im neuen 2025er Modell finden sich auch auf der Mittelkonsole noch weitere Tasten, um rasch die Sitzheizung-/lüftung oder Lenkradheizung zu aktivieren. Ich finde die Tasten vorteilhaft und die Bedienung funktioniert aus meiner Sicht rascher und unproblematischer als irgendein Menü am Display während der Fahrt aufzurufen. Sogar Euro NCAP wird in Zukunft die Bedienung stärker einfließen lassen und bei reiner Touchbedienung sogar zu einem Punkteabzug führen. Wohl ein Seitenhieb auf Tesla 😉 Kann aber gut sein, dass andere Fahrzeuge ihren Vorteil über bessere Spracherkennung/-steuerung ausspielen können, welche ich im IONIQ 5 kaum genutzt habe. Zuerst musste man hierfür nämlich eine Taste drücken und danach ~1-2 Sekunden warten bis man den Sprachbefehl mitteilen konnte. In der Zeit habe ich das auch alles im Menü/via Taste verstellt.
Ein neues Fahrzeug muss die Spracherkennung für mich daher nicht unbedingt gut unterstützen, aber dies hängt natürlich auch stark vom Rest der Bedienung ab (Tasten vs. Touchdisplay). - Soundsystem: Der IONIQ 5 hat ein BOSE System verbaut und der Subwoofer hinten im Kofferraum nimmt einiges an Platz im Unterboden weg im Vergleich zur Standard-Ausstattung. Der Sound vorne hat ausreichend Druck und finde ich ganz gut, aber hinten… die Lautsprecher sind dort so leise, dass man so gut wie nichts hört, selbst wenn man beim Fading auf hinten einstellt. Guter Sound ist mir auch für das Nachfolge-Fahrzeug wichtig und es sollte zumindest auf dem IONIQ 5 Level sein.
- Totwinkel-Kamera: ein Traum. Das ist für mich nahezu ein KO-Kriterium bei der Auswahl des Nachfolgers gewesen. An das Feature, dass von den Außenkameras der Seitenspiegel das Bild ins Dashboard projiziert wird, habe ich mich extrem gewöhnt und nutze es nun fast mehr als den Schulterblick. Die Qualität ist auch bei Regen besonders gut, wo man teilweise beim Spiegel kaum noch etwas erkannt hat. Das Feature möchte ich eigentlich nicht mehr missen.
- Auch wenn ein Großteil diverser Sicherheitsassistenzsysteme bereits notwendig ist, um auch gut bei Euro NCAP bewertet zu werden, trennt sich hier die Spreu vom Weizen in der Implementierung und Qualität der Sensorik. So gut wie alle mir bekannten/verglichenen Fahrzeuge verfügen über alle wichtigen Features für eine sichere Fahrt, Parkassistenz usw, implementieren dies aber unterschiedlich, verzichten auf Radarsensoren oder werten z.B. nur Kameras rund um das Fahrzeug aus.
- Optik / Verarbeitung innen
- Auch wenn natürlich die inneren (technischen ;)) Werte mehr zählen, optisch soll das Auto natürlich auch gut aussehen (im Auge des Betrachters) und der IONIQ 5 hat für mich immer noch einen coolen Raumschiff-Look und es freut mich jedesmal andere zu sehen. Insbesondere die aktuelle Variante wie “N-Line” (oder gar die “N” Sportvariante) würde ich näher in Betracht ziehen.
- Der Innenraum im IONIQ 5 BJ2021 ist ausreichend gut / passabel. Es ist definitiv nicht die hochwertigste Ausstattung am Markt und es ist an vielen Ecken und Enden Hartplastik verbaut. Beim Probesitzen bei der Konkurrenz ist dies definitiv im Vergleich aufgefallen. Die Sitze sind bequem, auch bei längeren Strecken, und verfügen über ausreichend Seitenhalt. Die Lordosenstütze ist aber finde ich etwas sinnlos, da diese nach einiger Zeit wieder von selbst zurückgeht.
- Passt zwar nicht direkt hierher, aber Heckscheibenwischer quo vadis? Hyundai meinte 2021 bei der Vorstellung ernsthaft, dass der IONIQ 5 ausreichend schnittig im Wind steht und kein Heckscheibenwischer notwendig wäre für diese Bauform. Also ja, es klappt irgendwie, man sieht halt nur nichts hinten raus, wenn es regnet oder verdreckt ist, auch nicht auf der Autobahn, schon gar nicht im Stadtverkehr. Manchmal hilft die Heckscheibenheizung, aber üblicherweise habe ich das Wasser manuell mit einem Scheibenabzieher entfernt – vor allem auch nach dem Regen direkt in der Garage noch, z.B. mit sowas, damit keine Spuren/Flecken auf der Scheibe bleiben. Immerhin haben die aktuellen Modelle nun doch den Scheibenwischer spendiert bekommen.
- Reichweite / Akku
- Nachdem ich nun knapp acht Jahre rein elektrisch fahre und auch keine Lademöglichkeit zu Hause habe, soll der Akku ausreichend groß für spontane längere Strecken – oder jedenfalls gepaart mit hoher Ladegeschwindigkeit – sein. Der IONIQ 5 war hier mit dem 72 kWh Akku immer ausreichend und zuverlässig auch bei längeren Fahrten nach Kroatien im Sommer bei Strecken >600km mit nur einem Ladestopp. Aufladen passiert bei uns großteils während des Einkaufens an DC-Ladern und das klappt sehr gut.
- Effizienz
- Der IONIQ 5 hat zwar einen schlechten cW-Wert fast wie ein Wandschrank, aber dennoch hat Hyundai sehr viel Wert auf effiziente Technik gelegt, was einen relativ niedrigen Verbrauch für diese Größe an Fahrzeug liefert. Ich habe hier auch meine Durchschnittsverbräuche der letzten Jahre dokumentiert, immer notiert beim Reifenwechsel:
- Winter 2021/22: 23,4 kWh (3983km, ~101h) – ab Auslieferung Mitte Dezember 2021
- Sommer 2022: 18,5 kWh/100km (7445km, ~154h)
- Winter 2022/23: hab ich keine Daten
- Sommer 2023: 18,8 kWh/100km (8806km, ~135h)
- Winter 2023/24: 20,8 kWh/100km (8476km, ~133h)
- Sommer 2024: 17,6 kWh/100km (9320km, ~153h)
- Winter 2024/25: 21,2 kWh/100km (6345km, ~105h)
- Sommer 2025: 17,3 kWh/100km (7986km, ~136h)
- Grundsätzlich kann man sagen, dass für meine Strecken / Fahrprofil bzw. Fahrstil im Sommer der Verbrauch zwischen 17-19 kWh/100km (~380-420km Reichweite 100% SOC) lag und im Winter um die 21-24 kWh/100km (~300-340km bei 100% SOC, die effektiven Etappen dann natürlich etwas weniger, da man ja üblicherweise nicht auf 0% runterfährt). Persönlich habe ich immer mit 250-300km im Winter und im Sommer nochmal 50-100km mehr darauf gerechnet. Diese Werte sollte das Ersatzfahrzeug auch problemlos erreichen bzw. liefern können.
- Der IONIQ 5 hat zwar einen schlechten cW-Wert fast wie ein Wandschrank, aber dennoch hat Hyundai sehr viel Wert auf effiziente Technik gelegt, was einen relativ niedrigen Verbrauch für diese Größe an Fahrzeug liefert. Ich habe hier auch meine Durchschnittsverbräuche der letzten Jahre dokumentiert, immer notiert beim Reifenwechsel:
- Fahrwerk
- Viele legen einen großen Augenmerk auf das Fahrwerk, ob dieses eher sportlich straff oder weicher mit mehr Komfort ausgelegt ist. Der IONIQ 5 ist aus meiner eine gemütliche Familienkutsche mit viel Biss und trotzdem guter Dynamik in Kurven. Das Fahrwerk dämpft holprige Straßen ausreichend gut – ich muss aber zugeben, dass ich hier keine weiteren langfristigen Vergleiche habe. Autos mit spezieller Luftfederung usw. hatte ich bisher nicht und ist für mich auch kein Auswahl/KO-Kriterium. Auf den Probefahrten haben sich aber dennoch einige Besonderheiten ergeben, auf die man hier trotzdem wohl achten muss. Beispielweise ob die schweren Autos auch entsprechend stabil in Kurvenlagen sind oder doch etwas anschieben.
Worauf konnte (oder musste?) ich sonst bisher im IONIQ 5 verzichten? Ladeplanung beispielsweise. Ein KO-Kriterium für viele, aber ich bin (oder war) hier teilweise noch etwas old-school unterwegs und suche mir – falls überhaupt notwendig – kurz vorab auf längeren Strecken für mich grundsätzlich passende Ladestationen, abhängig von der Distanz vs. notwendiger WC-Pause, Ladeleistung und Anbieter bzw. Preis. Üblicherweise sind meine Etappen 1,5-2h Strecken, danach muss sowieso immer irgendjemand aufs WC. Diese Etappen schaffen heutzutage so gut wie alle Autos in der Klasse locker und das auch im Winter. Nur ist hier die Ladegeschwindigkeit dann essenziell, möchte für so eine Etappe dann nicht eine halbe Stunde herumstehen und das vielleicht noch mehrfach. Gerade vor ein paar Monaten hatte ich eine Fahrt von Niederösterreich nach Kärnten (ca. 370km Strecke) und ich bin nur mit einem SOC von 50% von zu Hause losgefahren, was dann gleich ideal für die erste Pause und einem perfektem SOC für hohe Ladegeschwindigkeiten darstellte 🙂 Eine weitere Pause/Ladestopp war dann natürlich nicht mehr nötig bis zum Ziel. Die Ladeplanung über das Hyundai-Navi meines 2021er Modells mit der alten Software wurde zwar durch Software-Updates verbessert, aber kommt nicht in die Nähe anderer Hersteller. Die Gen5-SW ist hier einfach zu altbacken und immerhin haben die neueren Modelle schon einen aktuelleren Software-Stack.
Alles in allem muss ich trotzdem abschließend fürs Resümee erwähnen, dass ich mit dem Auto generell sehr zufrieden war und ich den IONIQ 5 auch weiterempfehlen würde. Wenn der angebotene Preis fürs neue Modell gepasst hätte, wären die neuen Facelift 2025er IONIQ 5 Modelle definitiv ein Kandidat für den Nachfolger gewesen.

Welche alternativen Fahrzeuge in ähnlicher Preiskategorie, Ausstattung und Bauart kommen denn nun für mich als Technikverliebter in Frage? Es gibt natürlich die E-Autos vom Volkswagen Konzern basierend auf der inzwischen verbesserten MEB-Plattform in diversen Varianten, z.B. VW ID4/ID5, Skoda Enyaq oder Cupra Tavascan. Alternativ auch Ford Capri (ebenfalls lizensierte MEB-Plattform). Diese sind aber technisch für mich eher am unteren Ende angesiedelt, hauptsächlich wegen der vergleichsweise schlechten Ladegeschwindigkeit (ausgehend vom IONIQ 5). Der VW ID7 sieht finde ich auch noch recht gut aus und ist mega effizient, aber mit knapp 5 Metern Länge ein viel zu großes Auto für Stadt & Garage.
Natürlich fand sich wieder der IONIQ 5 auf der Auswahlliste, eventuell auch Kia EV6. Die neueren Fahrzeuge wie EV3/EV5 sind leider nur eine 400V Plattform. Weitere potenzielle Kandidaten für mich waren BYD Sealion 7, Smart #5 oder Tesla Model Y. Mercedes, Audi, Porsche usw. habe ich aus preislichen Gründen gleich vorab entfernt. Auch bei BMW wäre für mich eigentlich nur die neue Klasse iX3 relevant (bzgl. der Technik) gewesen, aber preislich liegt das in anderen Sphären. Auch Volvo oder Polestar waren auf den ersten Blick für die gebotene Leistung viel zu teuer (zumindest in Österreich). Nissan hatte ich bereits, der Ariya sieht zwar in der Nismo-Variante echt geil aus, aber preislich war selbst die normale Variante darunter zu teuer. Renault/Peugeot hatte ich mir nicht im Detail angesehen, weil hier die Ladekurven bereits so miserabel sind. Zeekr und Lucid als Exoten sind hier noch nicht am Markt erhältlich.
Neu in Österreich seit Oktober/November 2025 ist nun aber auch Xpeng mit dem G6 – spannenderweise hatte ich das Auto schon vor über einem Jahr im Blickfeld wie es auf den deutschen Markt kam. Leider konnte man mir damals nicht mitteilen, wann der Markstart in Österreich wäre, aber das hat sich inzwischen geklärt.
Wenn man auf der EV-Database Plattform mal ein paar Suchfilter eingibt (z.B. Beschleunigung, Akkugröße, Mindest-Ladeleistung usw.) erhält man ebenfalls einen guten Überblick über am Markt befindliche Fahrzeuge:
Auswahl an potenziellen Fahrzeugen auf EV-Database.org
Im kommenden nächsten Teil folgt ein kurzer Überblick über meine Probefahrten mit ein paar Fotos und erste / kurze Eindrücke diverser Kandidaten bzw. was letztendlich wirklich ausschlaggebend für die Auswahl des neuen Nachfolgers war.